Jahr 2020

Lei­der habe ich den Blog schon seit län­ge­rer Zeit nicht mehr auf­ge­frischt. Das soll nun ändern. Mei­ne Web­sei­te habe ich auf­ge­frischt und möch­te Euch etwas mehr auf dem Lau­fen­den halten.

Das Jahr 2020 Janu­ar bis Mit­te November:

Mein neu­er Ate­lier­raum ist nun schon seit eini­ger Zeit fer­tig­ge­stellt und ich genies­se jede Minu­te. Es ist kein Ver­gleich zu mei­nem vor­he­ri­gen Ate­lier­zim­mer, das eini­ges klei­ner war und mir fast kei­ne Luft liess, weil es so voll war. Nun habe ich dank vie­ler Arbeits­stun­den mei­nes Man­nes einen wirk­lich gro­ßen und hel­len Raum mit sehr guter Beleuch­tung, Wasch­be­cken, Arbeitstischen.….

Der Krea­tiv­raum für vor­ge­se­he­ne Kur­se ist bis auf klei­ne Details und die Ein­rich­tung auch vor­an­ge­schrit­ten. Sobald wie­der Prä­senz­kur­se mit mach­ba­ren Auf­la­gen statt­fin­den dür­fen, kann das krea­ti­ve Ler­nen und Schaf­fen im Kurs­raum starten.

In die­sem Jahr habe ich mich an ein Pro­jekt gewagt: Jeder Tag des Jah­res 2020 soll ein Werk von mir ent­ste­hen, das ich auf Insta­gram und Face­book (ihr fin­det mich dort unter Bir­git Gramsch) pos­te. Ich habe nicht geglaubt, das 365 Tage durch­zu­hal­ten. Bis jetzt bin ich aber dabei und wer­de den Rest des Jah­res auch noch schaf­fen. Mit­un­ter habe ich ein wenig gemo­gelt: Manch­mal habe ich an einem Tag meh­re­re Wer­ke geschaf­fen, die ich dann für Tage ein­ge­setzt habe, an denen es mir wirk­lich nicht mög­lich war, im Ate­lier zu arbeiten.…..und ganz weni­ge Male (aber nicht mehr als 10 x) habe ich Wer­ke aus mei­nem „Alt­be­stand“ ver­wen­det. Aus den Pro­jekt­wer­ken möch­te ich ein Buch bin­den. Dazu wer­de ich jedes Bild noch ein­mal in die Hand neh­men und ein­scan­nen oder mit opti­ma­ler Beleuch­tung (mein Mann hat mir einen Foto­tisch gebaut) foto­gra­fie­ren. Wel­cher Weg gewählt wird, muss ich noch mit der Dru­cke­rei vor Ort besprechen. 

Für die Krea­ti­vi­tät fin­de ich immer wie­der Anre­gun­gen im Inter­net. Momen­tan berei­te ich die Kar­ten für die Advents­post 2020 vor, ein tol­les Pro­jekt von post-kunst-werk.de. Es gilt, für 24 Per­so­nen mit der Tech­nik des Glas­schei­ben­drucks zum The­ma „Win­ter­spa­zier­gang“ eine Post­kar­te zu ent­wer­fen und die­se dann am jeweils vor­ge­ge­be­nen Tag im Advent zu ver­schi­cken. Die Beloh­nung dafür sind 24 Post­kar­ten von Mitteilnehmer/innen, an jedem Tag im Advent eine. Ich bin schon sehr gespannt dar­auf und fin­de es geni­al, dass jetzt über 200 Teilnehmer/innen daheim die­se Tech­nik aus­pro­bie­ren und krea­tiv tätig sind. Par­al­lel beschäf­ti­ge ich mich mit Buch­bin­de­ar­bei­ten, Mas­ken nähen und beschrif­ten, Recy­cling­hof­fun­de auf­ar­bei­ten, Stem­pel­schnit­ze­rei und neh­me aktiv an einem Aqua­rell­kurs mit Ele­na Romanzin teil, der trotz Ein­schrän­kun­gen statt­fin­den darf. Also.… lang­wei­lig wird es mir nie!

Die­ses Jahr konn­te ich an drei Prä­senz­kur­sen zum The­ma Kal­li­gra­fie teilnehmen:

Im Früh­ling im Klos­ter Schön­tal mit Frank Fath, ein Fol­ge­kurs zum letz­ten Jahr mit der Ladurner-Schrift.

Im Herbst ein Kurs im Klos­ter Mari­en­see mit Tors­ten Kol­le: hier soll­te ein Gebet­buch geschrie­ben wer­den. Lei­der lagen die Tex­te noch nicht vor, so dass Tors­ten uns aus­gie­big in die seri­fen­lo­sen Anti­qua und die Tex­tur sowie die Lay­out­ge­stal­tung ein­füh­ren konnte.

Eben­falls im Herbst wie­der im Klos­ter Schön­tal mit Bir­git Nass: ein wun­der­ba­rer Kurs zum The­ma Rost und Pati­na in Ver­bin­dung mit der Kur­r­ent­schrift. Ein tol­les Künst­ler­buch durf­te dabei entstehen.

5 Kur­se, die ich gebucht hat­te, wur­den lei­der auf­grund Coro­na abge­sagt: Ein Kurs mit Peter Thorn­ton, ein wei­te­rer mit Denis Brown. Außer­dem ein Zei­chen­kurs, eine Aqua­rell- sowie Kam­mer­mu­sik­wo­che. Das hat mich betrübt, da ich mich sehr auf die­se Kur­se gefreut hatte.

Dafür hat die Pan­de­mie auch gute Sei­ten: Immer mehr Online­kur­se wer­den ange­bo­ten. Die Vor­tei­le sind die Kos­ten­er­spar­nis für Anrei­se, Ver­pfle­gung und Unter­kunft und das eige­ne Bestim­men der Übe­zeit und ‑inten­si­tät. Das Mate­ri­al muss nicht wohl­be­dacht und sehr mini­miert in den Kof­fer gepackt wer­den, daheim ist alles vor­han­den. Nach­teil: man ist abge­lenkt durch das häus­li­che Umfeld und die anfal­len­den Arbei­ten und kann nicht so abschal­ten wie an einem frem­den Ort. Die­ses Jahr habe ich an ganz ver­schie­de­nen Online­kurs­kon­zep­ten teilgenommen:

Den Auf­bau der bei­den Online­kur­se zum The­ma Jugend­stil­buch­sta­ben von Joa­chim Prop­fe begrüss­te ich am meis­ten: Das Semi­nar ging von Frei­tag bis Sonn­tag. Zuerst fand eine Begrüs­sungs­run­de online statt mit Joa­chim und den Teilnehmer/innen. Danach wur­de uns der Link für ein Video geschickt mit ca. 2 Stun­den Über­zeit. Danach tra­fen wir uns wie­der online und konn­ten Fra­ge stel­len, die uns dann auch mit Live-Demons­tra­tio­nen beant­wor­tet wur­den. So ging das wei­ter bis zur Abschluss­run­de am Sonn­tag. wäh­rend der drei Tage war Joa­chim jeder­zeit für Fra­gen per Mail, Whats­App oder Tele­fon erreich­bar. Der Vor­teil bestand durch die immer wie­der­keh­ren­de Online­prä­senz dar­in, dass ich mir die­se drei Tage wirk­lich Zeit genom­men und mich voll und ganz auf die­sen Kurs kon­zen­triert habe.

Zwei wei­te­re Online­kur­se mit Julie Wild­man boten den Vor­teil, eine Dozen­tin aus der USA zu haben, die ich sonst sicher nicht errei­chen kann. Hier gab es an drei auf­ein­an­der­fol­gen­den Aben­den 2 Stun­den Online­prä­senz mit Unter­richt und Vor­füh­run­gen sowie Mög­lich­keit der Fra­ge­stel­lung. Für mich ein wenig anstren­gend, da der Kurs in Eng­lisch gehal­ten wur­de. Nach 2 Stun­den rauch­te mein Kopf ganz gewal­tig. Da ich tags­über mei­ner täg­li­chen Arbeit nach­ge­gan­gen bin, wur­de der Kurs mei­ner­seits auch ziem­lich auf die zwei Stun­den Online redu­ziert, die Übe­pha­sen fie­len fast kom­plett weg.

Das drit­te Online­kon­zept fand ich bei Bir­git Nass. Dort habe ich einen Online­kurs zum The­ma Auto­ma­tic-Pen mit der Römi­schen Kur­si­ve gebucht. Im Vor­feld wur­de mir ein wun­der­schö­nes Paket mit Mate­ri­al zuge­schickt mit einem Link für eini­ge Vide­os (wer Bir­git kennt, kann sich die zau­ber­haf­te und lie­be­vol­le Auf­ma­chung vor­stel­len). Die­se konn­te ich mit eige­nem Zeit­ma­nage­ment bear­bei­ten und Bir­git Nass mei­ne Übun­gen und Arbei­ten per Whats­App schi­cken. Sie wur­den dann kom­men­tiert. Der Kurs braucht sehr viel Eigen­dis­zi­plin, da es kei­ne Ter­min gibt. Bei mir ver­lief er nach anfäng­li­cher Moti­va­ti­on etwas im San­de, bis nach dem Prä­senz­kurs mit Bir­git im Klos­ter Schön­tal. Die­ser hat mich so ange­regt, dass ich danach den Online­kurs voll­stän­dig bear­bei­ten woll­te. Hat sich dann aber doch etwas hingezogen.….es gab immer ande­res zu tun.…schlußendlich fand ich dann kürz­lich doch zum Ende.

Der nächs­te Online­kurs liegt schon vor mir: mit Andre­as Schenk zum The­ma Spitz­fe­der-Anti­qua und ein Kurs, der schon in Bear­bei­tung ist mit Denis Brown zum The­ma Polyrhythmic.

Kürz­lich habe ich an einer Aus­stel­lung „Kunst in der Fabrik“ teil­ge­nom­men. Mit über 40 aus­stel­len­den Künst­lern wur­de eine alte Fabrik­hal­le zum Publi­kums­ma­gnet. Es haben sich schö­ne Gesprä­che erge­ben und eine Erwei­te­rung mei­ner Kursinteressentenliste.

Nun wün­sche ich Euch schö­ne Tage bis zum nächs­ten Mal!

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